Eine von news aktuell anlässlich einer Roadshow präsentierte Umfrage unter mehr als 500 Schweizer Journalisten – darunter mehrheitlich Bild- und Text- sowie Onlineredaktoren – kommt zum wenig überraschenden Befund, dass Bild- und Multimediaelemente die Attraktivität einer Nachricht aufwerten. Wen wundert es, dass 86% der Online-Redaktoren stark auf Bilder abfahren, ist doch das Netz vor allem ein visuelles Medium. Doch die immerhin 80% der Textredaktoren, die den Materialfundus für ihre Recherchen und Artikel am ehesten durch Bilder erweitert sehen möchten, erstaunen.

Ein Bild sagt eben doch immer noch mehr als tausend Worte.

Stellt man diese Zahl in Bezug zu den lediglich 14%, die Hintergrundinformationen per pdf zur Kenntnis nehmen, so ergibt sich die wesentliche Frage, wie denn die Bilder optimalerweise auf die Redaktionsbildschirme gelangen.

Jedenfalls nicht als pdf oder jpeg im Attachment zum Mail, so viel ist klar. Am ehesten suchen Journalisten danach in professionellen Bilddatenbanken oder auf Social-Media-Pendants wie Flickr oder Picasa. Von weiterführenden Links im Text lassen sich immerhin 27% der Redaktoren verführen. Warum also nicht den klassischen Media Corner um ein Bildarchiv erweitern? Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Journalist begibt sich auf der Suche nach einer Bebilderung in den online Presseraum, wo er auch noch sämtliche anderen aktuellen Meldungen des Unternehmens en passant entdecken kann.

Illustration: news aktuell – Dr. Raimar J. Heber

Um Bilder an die Redaktoren schicken zu können, muss man erst einmal welche haben! Und von denjenigen, die man hat, auch noch klug auswählen, welche sich am besten eignen.

Die wichtigste Empfehlung lässt sich auf zwei wesentliche Kriterien eindampfen: Professionalität und Authentizität. Also am besten keine gestellten Bilder, sondern Eindrücke aus dem realen Arbeitsalltag des Unternehmens; diese aber nicht als Schnappschuss, sondern gut durchdacht und von einem Profi aufgenommen. Ist das Bild aussagekräftig, darf durchaus auch dezent das Logo aufscheinen. Ebenso beliebt wie Bilder mit einem Blick hinter die Kulissen sind Infografiken, die komplexe Zusammenhänge ansprechend visualisieren und damit erlebbarer machen. Es lohnt sich oftmals, in die Infografiken etwas mehr Aufwand zu investieren – denn auch auf den Redaktionen kostet das Aufbereiten von Grafiken und Diagrammen Zeit, so dass gute Vorarbeiten in der Regel dankbar entgegen genommen werden.

datenbank

Mag das Bild aber noch so beeindruckend sein – kein Journalist greift darauf zu, wenn er dazu keine Legende, keine Quellenangabe oder Urheberrechte zur Hand hat. Also: Bild beschriften, idealerweise auch den Fotografen benennen und Nutzungsbeschränkungen klar ausweisen. Eine Verschlagwortung ist im Internetzeitalter ebenfalls sehr hilfreich.

Fazit: Wie immer und überall im Leben kommt es auch bei der bebilderten Berichterstattung auf den richtigen Mix an! Guter Content ist faktenreich, flüssig geschrieben, hat eine klare Aussage – und illustriert diese gekonnt.

Bildquellen: news aktuell – Dr. Raimar J. Heber