Jeder kennt das Problem: Telefonanrufe lenken von der Arbeit ab, das Email-Postfach quillt über, so dass im entscheidenden Moment die benötigte Email nicht zur Hand ist, ein Kollege klickt auf „Antwort“ statt „Allen Antworten“ und der Verteiler ist kaputt. Bei diesen Problemen schafft das Gruppenchat-Programm Slack.com Abhilfe.

In Slack kann man beliebig viele Gruppenchats anlegen und so zum Beispiel Teams oder Marktbereiche zusammenfassen. Diese Gruppen-Chats (Buchstabe A in der Abbildung) sind grundsätzlich öffentlich und können von allen Kollegen, die sich auf Slack angemeldet haben, betreten werden. Dies erlaubt ihnen, das bereits Geschriebene nachzuverfolgen sowie selbst Beiträge zu verfassen.

Sollte man das für einmal nicht wollen, kann man die Gruppenchats auch in den Privatmodus schalten (B) oder nur mit einer Person chatten (C). Sind Gruppenchats im Privatmodus, können Dritte beliebig von Chat-Mitgliedern hinzugefügt und entfernt werden. Wird jemand neu hinzugefügt, besteht auch die Option, dass der Betreffende nur neue Beiträge sehen kann.

Weitere Features

In den Chats können sowohl Nachrichten als auch Dateien und Links geposted werden, diese stehen dann allen Mitgliedern des jeweiligen Gruppenchats zur Verfügung. Ausserdem bietet Slack die Möglichkeit, dass auf Wunsch Dateien aus einem Chat automatisch im Cloud-Speicher gespeichert werden.

Der grösste Vorteil: Die Nachrichten werden archiviert und können so jederzeit nach Schlagwörtern durchsucht werden (D). Dadurch wird die mühsame Suche im Mailarchiv, wenn es darum geht Links und Dateien wiederzufinden, überflüssig.

Slack ist ausdrücklich für die interne Kommunikation gedacht und nicht, um mit Aussenstehenden zu chatten.

Das übersichtliche Slack-Hauptmenü in der Browser-Ansicht
Das übersichtliche Slack-Hauptmenü in der Browser-Ansicht

Slack funktioniert im Browser, auf iOS und Android sowie auf dem Mac. Es gibt keinen Windows-Client. Es wird sichergestellt, dass alle Chats auf allen Geräten synchron sind, so dass man nach Belieben das Gerät wechseln kann ohne den Faden zu verlieren.

Darüber hinaus können auf Slack unzählige Bots installiert werden. Mit solchen können z.B. Umfragen erstellt werden oder automatisch statistische Daten in einen Chat geteilt werden – so bereitet etwa Statsbot verschiedene Auszüge aus Google Analytics grafisch auf.