Analog zu George Berkeleys Philosophie-Tweet «esse est percipi» bedeutet zu existieren für Unternehmen heute, online sichtbar zu sein. Weil das Internet seit 2015 zur wichtigsten Informationsquelle für Menschen in der Schweiz geworden ist, müssen auch Schweizer Unternehmen online sichtbar sein, um konkurrenz- und überlebensfähig zu sein. Social Advertising und SEO gehören heute zum kommunikativen Repertoire wie früher der Pressetext. Mit Online-Sichtbarkeit ist aber erst der Anfang gemacht. Denn nun stellt sich die Frage, in welchem Licht man gesehen wird.

Um über Online-Sichtbarkeit hinaus überlebensfähig zu bleiben, müssen Unternehmen auf weiteres digitales Know-how wie Content Marketing und Analytics- sowie Monitoring-Tools setzen. Die Aussenwahrnehmung von Unternehmen hängt zunächst von den digitalen Inhalten ab, die die User interessieren und ihnen einen Nutzen bieten sollen. Wenn die User dann statt weiterzuscrollen oder weiterzuklicken den Inhalten ihre Aufmerksamkeit schenken, müssen die Sender den ergebnisoffenen Dialog riskieren. Um wiederum den Dialog steuern zu können, ist Wissen um die Art des Wahrgenommenwerdens entscheidend.

Die besseren Kommunikatoren

Im Vorteil sind hier die Unternehmen, die über Social Media Monitoring und Reputationsanalysen ihre öffentliche Wahrnehmung kennen. Erst durch dieses Wissen befähigen sie sich, gezielt noch überzeugender und wirksamer zu kommunizieren. Digitales Know-how  meint die Fähigkeit, sich in der digitalen Welt mit den Anspruchs- und Zielgruppen erfolgreich zu verständigen und die Strategie zeitnah anpassen zu können. Je besser Unternehmen ihre Aussenwirkung verstehen, desto eher können sie die notwendigen Anpassungen vornehmen, um personalisierter und kontextsensitiver zu kommunizieren.

Erfolgreiche Kommunikation ist somit evidenzbasierte Kommunikation. Denn über vertieftes Wissen um die Aussenwirkung können sich Unternehmen besser durch das immer dichter und anspruchsvoller werdende Stakeholder-Umfeld navigieren. Neben der Online-Sichtbarkeit geht es für uns als Kommunikationsagentur auch darum, von wem unsere Kunden wie wahrgenommen werden – und wie schnell wir auf Zwischenfälle und Neuentwicklungen reagieren können. Entsprechend testen wir in unserem Digital Team regelmässig neue Analytics- und Monitoring-Tools und kooperieren agenturweit mit dem Reputation Institute, um für unsere Kunden evidenzbasiert bestmögliche öffentliche Wahrnehmung zu schaffen.

Unternehmenskulturen im Wandel

Die Fähigkeit, auch online erfolgreich zu kommunizieren, ist in einer digitalen Welt zur überlebensnotwendigen Ressource geworden. Die Entscheider von morgen sind mobil und gut vernetzt. Der nutzen- und nutzerorientierte Dialog auf Augenhöhe ist zur neuen Regel geworden. Aus dieser Perspektive ist es erstaunlich, dass in Deutschland nur vier von zehn Unternehmen auf die Digitalkompetenz der Bewerberinnen und Bewerber achten – und in der Schweiz sogar noch weniger.

Es stimmt zwar, dass die Digitalisierung je nach Branche unterschiedlich weit fortgeschritten ist. Aber um sich auch noch morgen im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Kundenloyalität behaupten zu können, müssen Arbeitgeber digitale Intelligenz bei Bewerbern voraussetzen und intern fördern. Das klingt elitär, ist aber eine notwendige «Anpassung» an die neue Umwelt. Um die Anforderungen der neuen Umwelt zu erfüllen, müssen sich Unternehmenskulturen entlang des digitalen Wandels anpassen und ihre Dialogfähigkeit evidenzbasiert ausbauen.

An unserem Kundenevent am 24. August werden wir Stimmen zum digitalen Wandel aus den verschiedensten Branchen einfangen. Anschliessend werden wir in unserem Farner Blog über wirksame Lösungen für die häufigsten Herausforderungen berichten.