Anfang September hat die 20. Zürcher Konferenz «Mergers & Acquisitions» des Europa Instituts stattgefunden. Die Jubiläumsausgabe der Veranstaltung gewährte Einblicke in die M&A-Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte als auch in Überlegungen zu künftigen Trends. Eine rundum spannende, scheinbar umfassende Erörterung des Themenbereichs.

Als Senior Consultant eines Beratungsunternehmens fällt mir aber auf, dass das Thema Kommunikation an der Konferenz nur am Rande abgehandelt wurde.

Das liegt wohl in der Natur der eher technisch-rechtlich ausgerichteten Konferenz. Es lässt aber ein wichtiges Thema aussen vor – spielt eine strategisch ausgerichtete Kommunikationsplanung und -umsetzung während Fusions- und Übernahmephasen doch eine kritische Rolle. Es gibt ausgewiesene M&A-Experten, die behaupten, dass 75% aller Schwierigkeiten und Probleme während M&A-Transaktionen ihren Ursprung in der Kommunikation haben. Über die Prozentzahl mögen sich Experten trefflich streiten. Dem Wissen, wer wann was auf welchem Weg kommuniziert – und was nicht! – gehört aber nachweisbar mehr Beachtung geschenkt.

Für die Wichtigkeit einer gut angelegten Kommunikation gibt es ja auch etliche Musterstücke – gut dargelegt zum Beispiel im Buch «Strategisches Management von Mergers & Acquisitions» der Herausgeber Frank Borowicz und Klaus Mittermair. Im Kapitel zur Kommunikation nimmt Kapitel-Autorin Kati Förster die Wirkung einer abgestimmten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel Mannesmann-Vodafone auf.

Hier gelang es Vodafone im Verlauf einer turbulenten M&A-Transaktion durch umfangreiche PR und Medienarbeit wider alle Erwartungen, Unternehmen und Öffentlichkeit von den Vorzügen des Deals zu überzeugen. Dabei erwies es sich als wesentlich, den unterschiedlichen Informationsbedürfnissen der verschiedenen Stakeholder Rechnung zu tragen. Ebenso wichtig scheint mir die Erkenntnis, dass Kommunikation bereits in der Pre-Merger-Phase erfolgsentscheidend ist – und dass sich die Kommunikation während der Pre-Merger-, der Transaktions- und der Integrationsphase stark voneinander unterscheidet.

Als Kommunikationsagentur ist Farner Consulting mit diesen Besonderheiten und spezifischen Vorgehensweisen bestens vertraut. Wir setzen die passenden Massnahmen und Instrumente gezielt dazu ein, Kunden bestmöglich für ihren M&A vorzubereiten und zu begleiten – im Bewusstsein, dass halt jede M&A-Transaktion ihre ganz eigenen Herausforderungen und Lösungen mit sich bringt, und sich somit auch keine Blaupausen und Standard-Prozedere für die M&A-Kommunikation entwickeln lassen.

Dennoch dienen uns die gemeinsam mehr als 50 Jahre umfassenden Erfahrungen als gute Leitplanken, um die Komplexität der Aufgaben für die Unternehmenskommunikation zu reduzieren und gleichzeitig die normalerweise breite Palette an Erwartungen der Vielzahl von Anspruchsgruppen angemessen zu berücksichtigen. Ich bin überzeugt, dass dies in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnt.

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