Vor Kurzem sass ich mit einem Freund, den ich schon lÀnger nicht mehr gesehen hatte, bei einem Abendessen. Wie bei den meisten GesprÀchen mit alten Bekannten drehte sich das GesprÀch irgendwann um unsere Berufe. An diesem Punkt stellte er mir eine Frage, die ich in letzter Zeit öfters höre:

“Was machst du eigentlich so als Social Media Manager?”

Meine Antwort lautete in der Vergangenheit immer ungefÀhr gleich. Ich zÀhlte verschiedene TÀtigkeiten auf, um dem Fragenden einen Einblick in meinen Alltag zu geben. Dazu kamen dann manchmal noch Beispiele von Produkten und Firmen, welche ich gerade vertrete, oder von Texten, die ich gerade geschrieben hatte.

An diesem Abend wollte ich meinem Freund aber keine einfache Beschreibung eines typischen BĂŒro-Alltags herunterleiern. Schliesslich hatte ich ihn einige Jahre lang nicht mehr gesehen und wollte ihn nicht langweilen.

Ich nahm mir Zeit und merkte, dass die Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist, wenn man es objektiv betrachtet. DEN Social Media Manager gibt es nÀmlich so nicht. Je nachdem, in welcher Firma ich in meiner kurzen Berufskarriere gearbeitet habe, sah die TÀtigkeit nÀmlich oft sehr unterschiedlich aus.

Mit kleinen Schritten beginnt die Reise

Das erste Mal, dass ich mich mit dem Titel “Social Media Manager” schmĂŒcken durfte, war fĂŒr eine kleine ZĂŒrcher Firma, die sich auf spezialisierte Webseiten konzentriert. Man wollte einen Auftritt auf Facebook, Twitter und Google+, um ĂŒber aktuelle Geschehnisse, neue Kunden, Produkte und Events zu berichten.

Ich gebe zu, damals beschrĂ€nkte sich mein VerstĂ€ndnis von Social Media Marketing darauf, ein paar knackige Texte zu schreiben und zu wissen, wie ein Link-Post bei Facebook aussehen sollte. Aber ich war froh um die Chance, meine ersten Erfahrungen in diesem Bereich machen zu können und sogar mein erstes kleineres Konzept ausarbeiten zu dĂŒrfen.

Das Thema fesselte mich von der ersten Sekunde an. Mit dem beruflichen Bezug zu diesen Plattformen plötzlich ganz neues Terrain beschreiten zu können, war aufregend, und ich wusste, dass ich meine Berufsschiene gefunden hatte.

Aber ich merkte auch, dass mir viele Aspekte des Berufs bislang verborgen geblieben waren. Bewundernd blickte ich auf Fanpages mit zehntausenden Fans, den hitzigen Diskussionen in den Kommentarspalten und cleveren Bild- und Video-Produktionen und wusste, dass ich noch viel zu lernen hatte.

Der Schritt in die grosse soziale Welt

Als nĂ€chsten Schritt zog mich die Reise zu einer grossen Schweizer Tageszeitung und ich durfte mich fortan “Community Manager (Praktikant)” nennen. Nach einem euphorischen ersten Tag wusste ich: “Das ist komplett anders als alles andere, was du bisher gemacht hast.” Wo es vorher darum ging, Produkte möglichst spannend und sachlich zu beschreiben, fanden sich plötzlich ganz neue Begriffe und Themen in meinem Repertoire.

Es ging um Reichweite, Impressions, den Split zwischen reisserischen Headlines, die zur Diskussion anregen, und der journalistischen IntegritĂ€t. Das wichtigste war aber das BewĂ€ltigen der Flut. Ich sass nicht mehr vor einer Seite mit einigen Dutzend Fans, sondern vor einer mit mehr als 100’000. TĂ€glich wurde hundertfach kommentiert, dutzende Privatnachrichten geschickt und es galt, irgendwie eine Kommentar-Plattform auf der Webseite zu managen, die mehrere 10’000 Kommentare pro Monat erhielt.

Auch Shitstorm wurde plötzlich ein Wort, das regelmĂ€ssig ausgesprochen wurde. Es ist eine Sache, an der Uni darĂŒber zu diskutieren, wie man am besten in solch einer Krise reagiert. Aber eine ganz andere, plötzlich drin zu stecken. Die beste Vorgehensweise in diesen Momenten ist meiner Meinung nach: identifizieren, wo die grössten Feuer brennen, dazu stehen, wenn man Mist gebaut hat, akzeptieren, dass nicht alle Feuer gleichzeitig gelöscht werden können, und mit den wichtigsten anfangen.

Digitaler Arbeitsplatz eines Social Media Managers mit Kaffee, Kamera, Smartphone, Laptop und Kopfhörer

Auch wĂŒtende Fans, die entweder besĂ€nftigt werden oder einfach mal ihrer Wut Luft machen wollen, sind plötzlich Alltag und der Grund, warum man schnell eine dicke Haut entwickelt. Oft muss man Menschen die angestaute und teilweise auch sehr berechtige Wut abnehmen, die sie mit sich herumtragen. Viele dieser GesprĂ€che, Kommentare und Nachrichten sind mir bis heute in Erinnerung geblieben und haben mir vor allem eins beigebracht: Social Media bedeutet nicht einfach streuen. Man ist verantwortlich fĂŒr den eigenen Content, unterhĂ€lt und betreut eine Community mit einer Vielzahl von Mitgliedern und muss lernen, zu reagieren. Auch wenn es manchmal negative Reaktionen sind und man von Zeit zu Zeit berechtigte Kritik einstecken muss.

Genau das macht diesen Job so spannend. Man berĂŒhrt Menschen und löst etwas in ihnen aus. Und je menschlicher man in diesen Situationen reagiert, desto besser kann man sich mit den Usern verstĂ€ndigen und entsprechend einfacher lassen sich heikle Situationen in der Regel entschĂ€rfen. Allgemein braucht man fĂŒr diesen Job ein gewisses Mass an Sozialkompetenz, ein Talent dafĂŒr, vorsichtig und effektiv zu kommunizieren, und ein GefĂŒhl dafĂŒr, die richtigen Worte zu wĂ€hlen.

Nachdem mein Praktikum abgeschlossen war, wusste ich, dass ich mich gerne anders orientieren wollte, weil der Job als Community Manager bei einer Tageszeitung durchaus an einem zehrt. Die (teilweise schlimmen) Kommentare sind nĂ€mlich vergleichsweise zahm, verglichen mit den Kommentaren, die es gar nicht erst in die Öffentlichkeit schaffen. Das ist aber ein Berufsrisiko, das man im vornherein kennt oder zumindest erahnt.

Der Schritt ĂŒber die “Schweizer Grenze”

Als Social Media Specialist fĂŒr ein international tĂ€tiges Unternehmen in Basel durfte ich anschliessend zum ersten Mal die virtuellen Landesgrenzen ĂŒberwinden. Es galt, BlogbeitrĂ€ge zu ErnĂ€hrung und Sport zu schreiben, zu ĂŒbersetzen und in mehreren LĂ€ndern zu streuen. Das kann dazu fĂŒhren, dass dir plötzlich jemand in NiederlĂ€ndisch zu einem Problem schreibt und du in erster Linie Kommunikationsorgan zwischen einem Übersetzer, einer Firma und einer Privatperson bist.

Man interpretiert, gibt Übersetzungen in Auftrag und auf einmal sind die schnellen flinken Prozesse, die man sonst von Social Media kennt, sehr langsam. Die persönliche Verbindung, die vorher zu Kunden bestand, wurde plötzlich sehr fachlich, die Unmittelbarkeit von frĂŒheren Jobs fiel weg. Plötzlich kann nicht mal schnell ein Post raus, etwas umgeschrieben oder spontan auf Kommentare geantwortet werden. Man wird zum Koordinator und Mediator und lernt, wie wichtig jedes einzelne Wort ist.

Social Media Manager der am Laptop an etwas arbeitet

In dieser Position habe ich damals auch eine der wichtigsten Lektionen meiner kurzen Laufbahn gelernt: Als Social Media Manager kannst du fachlich gesehen in jeder Firma arbeiten. Die Aufgaben bleiben genug Ă€hnlich, damit du mit etwas Lernwillen alles lernen kannst, was du fĂŒr deinen neuen Job brauchst und noch nicht weisst.

Der entscheidende Faktor, ob dir dein Job Spass macht und ob du gut darin bist, ist, ob du dich mit deiner Firma, ihren Produkten und deinem Team identifizieren kannst. Da man ein Sprachrohr fĂŒr die Firma ist, wird jede Aussage, zu der man selbst nicht steht, falsch und unehrlich. Gleichzeitig macht es Spass, eine Nachricht in die Welt zu streuen, zu der man vollkommen steht, und zu sehen, wie Menschen darauf reagieren.

GlĂŒcklicherweise realisierte ich diesen Punkt nach knapp einem Jahr. Und nach ersten Kontakten mit den Werbemöglichkeiten, die Facebook und Google mir boten, hatte ich auch mein nĂ€chstes Ziel vor Augen, was mich schlussendlich zu Farner Consulting brachte.

Der Schritt zu Farner Consulting

Jetzt wird dem aufmerksamen Leser aufgefallen sein, dass die ursprĂŒngliche Frage, was ich in meinem Job bei Farner Consulting tĂ€glich tue, bislang unbeantwortet blieb. Die Antwort liegt aber gleichzeitig auf der Hand. Als Social Media Manager bei Farner vertritt man nicht mehr nur eine Firma, sondern viele. FĂŒr einen Kunden macht man das Community Management, der andere braucht eine neue Social Media Strategie, um seinen neuen Dienst zu launchen, ein weiterer möchte eine Kommunikationsstrategie, welche die ganze Schweiz emotional bewegt, und der nĂ€chste eine kreative Möglichkeit, Leads zu generieren.

Und genau das ist der Punkt, welcher Farner Consulting fĂŒr Social Media Manager so spannend macht. Man macht nicht etwas, sondern alles, oder man spezialisiert sich und erweitert sein Wissen mit jedem Kunden. Gleichzeitig bietet das breite Umfeld und die vielen Themenbereiche ein ideales Umfeld, um jeden Tag etwas Neues zu lernen. Auch die laufende Weiterbildung in Performance-Marketing- und Social-Media-Themen wird stark gefördert, um automatisch auf dem neuesten Stand zu bleiben und Kunden die besten Lösungen anzubieten.

In Anbetracht dieser Punkte ist die Antwort auf die ursprĂŒngliche Frage eine einfache: Ein Social Media Manager hilft dort, wo Firmen im Netz nicht mehr weiterwissen. Er konzipiert, textet, fotografiert, optimiert, bewirbt, hört zu, koordiniert, gibt Wissen weiter und am wichtigsten: er lernt nie aus!