Mit dem rasanten Gesellschafts- und Medienwandel verändern sich die Anforderungen an wirkungsvolle und differenzierende Kommunikation. Die altbekannten Standardrezepte von einst funktionieren nicht mehr. Aufmerksamkeit kann man heute nicht mehr «erzwingen», und die Komplexität der neuen Kommunikationswelt lässt keine fixfertigen Lösungen mehr zu. Stattdessen befinden sich Marken und Organisationen in ständigem Austausch mit ihren weitverzweigten Stakeholder-Gruppen, wobei jeder Kontakt – online oder offline – ihre Reputation positiv oder negativ beeinflusst. Dies führt dazu, dass Marken und Organisationen nicht mehr das sind, was sie «top down» über sich aussagen. Heute sind Marken und Organisationen das, was sie tun – sie sind soziale Systeme. Und Kommunikation darf man entsprechend nicht mehr in Lösungen, Produkten oder Kampagnen denken, sondern in fortlaufenden Prozessen.

Wie können Unternehmungen diesen Wandel produktiv nutzen und mitgestalten? Mit einem durchdringenden «Purpose», der nach innen und aussen Orientierung gibt, und mit nahbarem und authentischem Verhalten, das Vertrauen schafft. Denn in einer zunehmend vernetzten, mehrdeutigen und informationsüberfluteten Welt ist Vertrauen schlichtweg die wichtigste Ressource für den Markterfolg. Entsprechend verstehen wir von Farner strategische Kommunikation als die Fähigkeit, Beziehungsprozesse so zu gestalten, dass daraus Nähe und Vertrauen entstehen.

Was heisst der Wandel für uns als Berater?

  • Erstens müssen wir näher dran sein – an Menschen und Themen, an Märkten und am gesellschaftlichem Kontext. Nur so können wir in der zunehmenden Komplexität das Entscheidende erkennen und Wissen verwesentlichen.
  • Zweitens müssen wir Kommunikation so gestalten, dass sie Beziehungen und Nähe ermöglicht. Dies entsteht in unserem komplexen Medienalltag nicht mehr über lineare und transaktionale Kommunikationsformen, sondern über zirkulär-dialogische Kommunikation entlang nutzerorientierter Inhalte.
  • Drittens müssen wir neue Haltungen entwickeln, um die Zusammenarbeit mit unseren Kunden wie auch innerhalb der Agentur zu gestalten. Wir nennen dies Ko-Kreation. Ko-Kreation bedeutet, dass wir nicht über der Sache stehende Experten sein wollen, die den Kunden sagen, was zu tun sei, oder fixfertige Produkte abliefen, sondern anschlussfähige und wirkungsvolle Lösungen und Prozesse zusammen mit unseren Kunden partnerschaftlich gestalten.

Für die Zusammenarbeit innerhalb der Agentur bedeutet Ko-Kreation, dass wir multidisziplinär denken und unsere zahlreichen Experten-Teams gemeinsam auf Projekten zusammenführen. Dieses «Mehrbrillenprinzip» und der laufende Perspektivenwechsel ermöglichen kanalübergreifende Kommunikation. So sitzen bei uns Content- und PR-Spezialisten, Kreative, Digital-Experten, Change-Berater oder Researcher ko-kreativ am selben Tisch, entwickeln Ideen und gestalten Kommunikation gemeinsam.

Diese strategische Weiterentwicklung der Agentur unter dem Ansatz «Näher dran» hat uns auch veranlasst, unsere Website neu zu gestalten. Neben dem Farner Blog ermöglicht auch das neue interaktive Feature #FragDichNah den direkten Austausch zu den Themen, die Sie und Ihre Branche bewegen. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Erkunden unserer neuen Website, und ich freue mich auf Ihr Feedback und Ihre Anregungen!