Oder: Wie können wir Marken zu geschätzten Gesprächspartnern machen?

Jede digitale Welle hat ein neues Paradigma in Marketing und Kommunikation nach sich gezogen. Als es klar war, dass jeder online ist, wurde nach dem Mantra «Online first» gearbeitet. Seit Smartphones & Apps die neuen Leitmedien sind, gilt «Mobile first». Genauso wird die rasante Verbreitung von sprachbasierten Technologien und Interaktionen – zum Beispiel in Smart-Speakers wie Amazon Echo oder Google Home aber auch auf unseren geliebten Smartphones dazu führen, dass sich das Marketing in Richtung «voice first» entwickelt.

Voice Assistants: Die schnellste Technologieverbreitung seit dem Smartphone

Gemäss ComScore werden schon 2020 die Hälfte aller Suchabfragen via Voice erfolgen. eMarketer bringt es auch gut auf den Punkt: Seit dem Smartphone hat sich keine Technologie so schnell verbreitet, wie diejenige der Smartspeakers und Voice Assistants.

Die Eingabe von Suchen und Befehlen via Voice statt Tippen ist aber lediglich der erste Schritt. Der nächste ist das, was danach kommt. Wir werden nicht mehr einfach Links, Resultate, Buttons, Formulare und Inhalte vorgesetzt erhalten, sondern uns mit Marken zu ihren Angeboten und Services unterhalten, wie wir das mit Menschen auch tun – im Gespräch – oder eben «voice first».

Wer sich das noch nicht vorstellen kann, schaut am besten mal die Google Duplex Demo an 👇🏻


Damit wird «voice first» die Beziehung von Marken zu ihren Kunden massgebend verändern.

„voice first“ im Farner Lab

Das sind die konkreten Themen/Potentiale, auf die wir aktuell fokussieren:

  • SEO wird völlig neu definiert – wie müssen wir Marken und ihre Inhalte optimieren, wenn das Resultat unserer Suche nicht mehr eine endlose Liste an Treffern ist, sondern eine Antwort?
  • Um intelligente Gespräche zu führen, benötigen Marken strukturierte Daten: Wir beschäftigen uns damit, wie sich Marken dafür fit machen.
  • Marken müssen sich eine Stimme aneignen, die zu ihnen passt: bis jetzt waren Marken sehr oft stark visuell definiert: Via CI/CD wird festgelegt wie eine Marke auftritt. Das Visuelle hat ohne Zweifel viel Kraft, aber fast nichts löst so viele Emotionen aus wie die menschliche Stimme. Wir beschäftigten uns damit, wie Marken in der «voice first» Welt die zu ihnen passende Stimme finden.
  • Welche Art Erlebnisse können Marken mit «voice first» entlang ihren unterschiedlichen Kunden-Touchpoints genieren? Wo bieten sich Piloten im Kleinen an?
  • „voice first“ Assistants wie Google Hoome, Amazon Echo oder Samsung Bixby werden in absehbarer Zukunft in all unseren Alltagsgeräten stecken. Vom Auto über die Mikrowelle bis zur Dusche. Welche Möglichkeiten bieten sich Marken damit, ein nützlicher Teil von neuen Tagesritualen ihrer Kunden zu werden?

Wie bei allen Obessionen des Farner Labs. Diese Themen und Fragestellungen haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wir starten damit – und entwickeln den Fokus laufend weiter.

Der erste „voice first“ Barometer der Schweiz

Wie intensiv nutzen Schweizerinnen und Schweizer bereits Voice Assistants?
Der „voice first“ Barometer von Farner Consulting & Universität Luzern: Die erste repräsentative Studie zur Nutzung von Voice Assistants & Smart Speakers in der Schweiz

Dass das Thema «voice first» in der Schweiz noch ein sehr zartes Pflänzchen ist (hierzulande ist zum Beispiel weder Amazon Echo noch Google Home offiziell erhältlich), investieren wir auch in Grundlagenforschung zu diesem Thema und haben gemeinsam mit der Universität Luzern den ersten Schweizer «voice first»-Barometer lanciert. Hier die Medienmitteilung dazu – und hier gibt es 12 Insights aus der Studie als Download.

Mit dieser repräsentativen Studie, die wir 2018 zum ersten Mal durchführten, werden wir jährlich messen, wie sich «voice first» in der Schweiz entwickelt.