80 Bewerber, 54 Teilnehmer, 15 nominierte Startups und mittendrin drei Farner-Juroren: Nina Krucker, Kurt Rossi und Renato Steck. Die Experten prüften die präsentierten Businessideen der Startups auf ihr Ausbaupotential und Innovationsgehalt – und kürten zum Schluss drei glückliche Gewinner aus den Bereichen FoodTech, TravelTech und RealTech mit dem E-nnovation Award 2018.

Dies das Setting des E-nnovation Day, der am 22. November 2018 im Rahmen der E-nnovation Week zum allerersten Mal im Trafo Baden stattfand. Farner war Sponsor und begleitete als strategischer Partner die Medienarbeit des Events. Zum Auftakt des E-nnovation Days sprach Thomas Husson, Chefanalyst von Forrester Research zum Thema Open Innovation. Das Fazit: Die Entwicklung von Technologien im stillen Kämmerlein genügt nicht, Offenheit ist der Schlüssel zum Erfolg. Startups sollen Feedback aus ihrem Umfeld, von Kunden, Lieferanten und Partnern gezielt nutzen und genug Zeit investieren, um die richtigen Talente zu finden und von Anfang an eine Innovationskultur aufzubauen.

Danielle von Rechenberg (Associate Consultant Public Affairs & Startup Communications), Eva Witschi (Executive E-Commerce) und Janine Paumann (Assistant Public Affairs & Startup Communications) waren vor Ort und halten mit diesem Blogbeitrag einige Insights fest.

Kommunizieren ist nicht genug

Eine regelmässige Kommunikation zu Kunden, Mitarbeitenden und anderen Anspruchsgruppen ist wichtig, doch für eine funktionierende Innovationskultur braucht es mehr. Kunden und Mitarbeiter wollen Teil des Innovationsprozesses sein – Ko-Kreation heisst das Stichwort, doch wozu? Durch den Einbezug der Mitarbeitenden und Kunden in den Innovationsprozess fliessen neue Ideen ein und das Tempo wird erhöht. Die Kundenbeziehungen werden gefördert und die Mitarbeitenden identifizieren sich mit den entwickelten Produkten oder Dienstleistungen.

Das richtige Ökosysystem

Wenn es zu Veränderung und Innovation kommen soll, ist die Unternehmenskultur der wichtigste Faktor. Innovation geschieht nicht von allein, es braucht ein funktionierendes System, um Mitarbeitende in den Innovationsprozess einzubeziehen.

Carlo Soresina, CEO von SkipsoLabs, einer Innovation Management Software, sprach in diesem Zusammenhang von einer Innovation Journey. Die Reise beginnt für ein Unternehmen mit der Suche nach Ideen: Mitarbeitende und Externe werden zum kreativen Ideenwettbewerb aufgerufen. Danach durchlebt ein Unternehmen auf seiner Innovation Journey verschiedene Stufen. Das Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern ein innovatives Ökosystem zu schaffen, das laufend neue Ideen generiert und als Innovationsbeschleuniger wirkt.

Geht es um Innovation, steht auch immer schnell das Thema Fehlerkultur im Raum. Risiken eingehen und dabei auch scheitern zu dürfen muss möglich sein. Denn nur so herrscht eine Kultur für neue mutige Ideen.

Pitchen mag gelernt sein

An den E-nnovation Awards pitchten fünf Startups pro Kategorie während fünf Minuten ihr Unternehmen vor der fachkundigen Jury. In den anschliessenden drei Minuten mussten sie der Jury Rede und Antwort stehen.

Während diesen acht Minuten, aber auch im sonstigen Alltag begegnen Startups vielen kommunikativen Hürden, zum Beispiel wenn sie sich möglichen Investoren oder Businesspartnern präsentieren. Daher ist es für Startups zentral, ein einfaches und ansprechendes Pitch-Deck bereit zu haben und ihre Argumente zu üben. Doch vielen Startups fällt es zu Beginn schwer, ihre komplexen Businessmodelle in einfache Worte zu fassen und in fünf Minuten auf den Punkt zu bringen. Doch auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Die drei Gewinner haben mit ihrem innovativen Businessmodellen und ihren Auftritten überzeugt. Gewonnen haben:

FoodTech
In der Kategorie FoodTech hat das Startup xFarm aus Lugano gewonnen. xFarm hat eine Software entwickelt, die sämtliche Bereiche der Landwirtschaft von der Aussaat über die Ernte bis hin zur Lagerung aufzeichnet. Durch die gesammelten Daten kann die Effizienz in Landwirtschaftsbetrieben gesteigert werden.

TravelTech
Der Gewinner in der Kategorie TravelTech heisst Destygo. Das Startup aus Frankreich bietet Chatbots für Dienstleiter der Reisebranche an. Fluggesellschaften, Zugunternehmen, Reisebüros oder Hotels können dank der künstlichen Intelligenz ihre Dienstleistungen automatisieren.

Destygo bekommt den E-nnovation Award 2018 im Bereich TravelTech

RealTech / PropTech
Das indische Startup Hexpressions will die gesellschaftliche Integration fördern, indem sie bezahlbares Bauen anbieten. Das Businessmodell hat die Jury überzeugt. Die Häuser sind einfach zusammenbaubar und gleichzeitig aus rohen und erneuerbaren Materialien gefertigt.

Farner und die Innovation

Für uns als Kommunikationsberater stellt sich die Frage, wie können wir Startups bei diesen Herausforderungen aktiv unterstützen? Das vor einigen Monaten gegründete Startup Desk von Farner unterstützt Startups in der Kommunikation mit Kunden, Talenten, Investoren, Businesspartnern oder Medien. Vom Pitch Deck über die Kreation von Logos bis zum Auftrittstraining oder Medienarbeit, das speziell für Startups entwickelte Angebot hilft den Unternehmen den richtigen Ton zu finden und bereitet sie auf jede kommunikative Aufgabe vor.

Und wie sieht es bei uns aus in Punkto Innovation? Ko-Kreation wird bei Farner grossgeschrieben: Die Teams arbeiten vernetzt.  Doch die Erfahrung hat gezeigt, der interne Austausch von Ideen und Feedbacks reicht nicht, um eine Innovationskultur zu schaffen, die auch effektiv gelebt wird. Mit «Innovation@Farner» hat die Agentur ein Gefäss geschaffen, das Mitarbeitenden Platz gibt, neben dem Daily Business aktiv an ihren Ideen zu arbeiten. Dazu eröffnete Farner am Donnerstag, 29. November 2018 das Farner Lab. Ziel ist es, ein Ökosystem zu schaffen und gemeinsam mit Kunden neue innovative Ideen, Ansätze und Werkzeuge zu kreieren.  Hier gibt es mehr Informationen zu unserem Lab: lab.farner.ch

An dieser Stelle gratulieren wir noch einmal den drei Gewinnern und wünschen ihnen, aber auch allen anderen Startups für die Zukunft viel Erfolg und innovative Ideen – weiter so!

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