Brands nehmen Influencer als Werbeplattformen wahr, Influencer hingegen sehen sich als Content Creators. Diese unterschiedliche Auffassung brachte unser Talk am «Grips & Chips» Event am 28. Februar zum Ausdruck. Was hatten sich Influencer und Brands sonst noch zu sagen?

Diese Talkgäste diskutierten über wirkungsvolles Influencer Marketing und wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit:

  • Stanislava Zajc: Digital Teamleader, Coca-Cola Schweiz
  • Naemi Heiniger: Communications Manager, Dyson Schweiz
  • Jérômine Siebenaler: Channel Managerin Social Media, Schweizerische Post
  • Michèle Krüsi: Bloggerin & Content Creatorin, The Fashion Fraction
  • Tobias Meyer: Fotograf & Content Creator

«Influencer sind für uns ein Marketing-Asset»

Warum arbeiten Brands überhaupt mit Influencern zusammen, was versprechen sie sich davon? Die Ziele scheinen ziemlich klar zu sein, so Stanislava Zajc von Coca-Cola Schweiz: «Für mich sind sie ein Marketing-Asset, ein weiterer Kanal in der 360-Grad-Kommunikation.»

Auch Naemi Heiniger kann dem nur zustimmen, denn auch bei Dyson Schweiz müssen die Influencer-Kampagnen in die Kommunikation integriert werden. Man erhofft sich dadurch, die technischen Seiten der Produkte auf unterhaltsame und authentische Weise an die Endkonsumenten zu vermitteln.

Bei der Schweizerischen Post möchte man unter anderem auch den Dialog fördern und eine Community aufbauen, so Jérômine Siebenaler.

«Ich bin keine Werbeplattform»

Die Influencer sehen das hingegen etwas anders, denn Michèle Krüsi sagt deutlich: «Ich bin keine Werbeplattform. Ich stehe ja am Morgen nicht auf und überlege mir, wie ich meine Fans beeinflussen kann, ich frage mich viel mehr, wie ich sie inspirieren kann.»

Dabei legt die Fashion-Bloggerin sehr viel Wert darauf, dass Partnerschaften auch in ihre Story passen. Auch Tobias Meyer ist hier sehr konsequent und lehnt unpassende Angebote durchaus ab. Beide sehen sich nicht als Influencer, sondern vielmehr als Content Creator.

«Wir wollen langfristige Partnerschaften»

Das Thema Glaubwürdigkeit scheint den ganzen Raum zu beschäftigen. Fragen aus dem Publikum wie «Wie glaubwürdig sind Influencer wirklich?» scheinen bei den Brands jedoch ziemlich eindeutig beantwortet zu werden. «Wir setzen klar auf langfristige Partnerschaften und haben grosses Vertrauen in unsere Jahreskooperationen», meint Naemi Heiniger von Dyson Schweiz.

Auch bei der Post beschäftigen sie sich bei grösseren Kampagnen intensiv mit ihren Partnern und begleiten sie sehr eng. Vertrauen ist sehr wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, und auch wir bei Farner sind der Meinung, dass langfristige Partnerschaften eine stärkere Glaubwürdigkeit und somit mehr Vertrauen bei den Konsumenten auslösen.

«Wird es Influencer Marketing 2030 noch geben?»

Auch die Frage nach der Zukunft von Influencer Marketing wird in der Talkrunde diskutiert und stammt ebenfalls aus dem Publikum. Brands wie auch Influencer sind sich einig, denn Jérômine Siebenaler bestätigt: «Klar, die Frage ist nur in welcher Form».

Dabei überzeugt die Channel Managerin Social Media von der Post mit dem folgenden Argument: «Vielleicht werden wir diese Brand Relation einfach anders nennen, denn Plattformen verändern sich – aber Musen und Ambassadoren gab es ja auch schon früher.»

Michèle Krüsi kann hier nur zustimmen: «Früher war es Facebook, dann kam Instagram. Was als Nächstes kommt, wissen wir nicht, doch das Schema wird bestehen bleiben.»

Wichtig ist auf jeden Fall, sich intensiv mit aktuellen Themen und Trends zu beschäftigen und diese für ihren Brand zu adaptieren.

Wir danken unseren Talkgästen sowie dem ganzen Publikum nochmals herzlich für die Teilnahme und Mitwirkung für den gelungenen Event «Influencer Marketing mit Impact»! Bilder des Anlasses finden Sie hier.

Sie möchten gerne mehr über Influencer Marketing erfahren? Elena Scacchi und ich freuen uns über ihre Kontaktaufnahme via influencer@farner.ch.