Das Gesundheitswesen ist eines der Sorgenkinder von Schweizer Politikern: Die steigenden Gesundheitskosten belasten die Schweiz immer stärker, weshalb Bundesrat und Parlament nach Lösungen zur Dämpfung des Kostenanstiegs suchen. Angesetzt wird hier oft bei der Pharmaindustrie, bei Spitälern und bei ambulanten Leistungserbringern.

Gerade in Zeiten mit hohem Kostendruck können die beschlossenen Massnahmen der Politik einen wesentlichen Einfluss auf Unternehmen haben. Oft wissen diese nicht, wie sie sich gegen eine Verschlechterung ihrer Rahmenbedingungen zur Wehr setzen können. Und genau hier setzt Public Affairs an: an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Damit gehört die politische Kontaktarbeit zurecht zu den «Big Five» der Kommunikation – auch im Gesundheitswesen.

Wie vertreten Sie Ihre Interessen erfolgreich?

Oftmals sind Anliegen von (Gesundheits-)Organisationen mit Rahmenbedingungen verbunden, die auf Bundes- oder Kantonsebene festgesetzt wurden. Mit der Mitwirkung in politischen Prozessen und der Förderung von externen Beziehungen zu politischen Akteuren kann man sich Gehör für seine Anliegen verschaffen und durch Information und Austausch versuchen, den eigenen Standpunkt in den (öffentlichen) Diskurs einzubringen.

Aber wie funktioniert das ganz konkret? Hier drei Tipps:

  • Issue-Monitoring: Das A und O von Public Affairs ist es zu wissen, welche Themen in der Politik und der Öffentlichkeit aktuell sind und wie neue Rahmenbedingungen das eigene Tun und Handeln beeinflussen könnten. So etwa nationale Strategien (wie beispielsweise jene zu seltenen Krankheiten) oder Anpassungen in den Vergütungsbeiträgen (Stichwort MiGeL). Ein spezifisch aufgesetztes Monitoring (zum Beispiel via IssueManager von Farner) zu Parlamentsdiskussionen, Medienberichterstattung und Social-Media-Diskussionen hilft, den Überblick zu behalten und relevante Entwicklungen schnell zu erfassen.
  • Stakeholder-Mapping und persönliche Kontakte pflegen: Welche Akteure und Organisationen haben in den relevanten Themen bereits Gehör und entscheiden mit? Tauschen Sie sich mit Ihren wichtigsten Stakeholdern regelmässig aus und pflegen Sie Ihre Beziehungen – in guten wie in schlechten Zeiten.
  • Interessensgemeinschaften: Als Einzelkämpfer wird es (nicht nur) in der Politik schwierig. Durch ein Zusammenspiel verschiedener Akteure mit dem gleichen Interesse kann die Relevanz und der Druck erhöht werden. Schliessen Sie sich mit anderen Pharmaunternehmen oder Spitälern zusammen und setzen Sie sich gemeinsam für Ihr Anliegen ein.

Wo finden Sie Gesundheitspolitiker?

Public Affairs hat eine lange Historie und noch immer stellt man sich darunter Diskussionsrunden mit grauhaarigen Männern in Anzügen vor. Auch wenn zahlreiche Entscheidungen nach wie vor in Hinterzimmern getroffen werden, ist es zentral, auch die sozialen Kanäle für die politische Kontaktarbeit zu berücksichtigen. Denn auch Gesundheitspolitiker sind digital unterwegs – und Meinungen werden bekanntlich auch online gebildet. So sind diese Kanäle auch von Anfang an – zum Beispiel beim Issue-Monitoring – zu berücksichtigen.

Wie sieht Public Affairs in der Praxis aus?

Neue Ansätze sind aber auch im Bereich der Kampagnenführung gefragt: Bei der Abstimmung zur Einheitskasse hat Farner mit dem neugeschaffenen Kampagnenmodul «Real Time Campaigning» die Zielgruppe in Echtzeit erreicht:

Noch während der Ausstrahlung der SRF Arena zum Thema hat Farner Argumente und Kernbotschaften der TV-Debatte gezielt bei Twitter gestreut. Bereits im Zuge der Vorkampagne sollten Meinungsführer und Journalisten über Social Media erreicht und der laufende Diskurs kommentiert werden. Erfahren Sie hier mehr zum Erfolg dieser Kampagne: https://farner.ch/arbeiten/alliance-sante/

Wo sehen Sie in der (näheren) Zukunft politische Stolpersteine? Schreiben Sie uns, wir freuen uns auf spannende Diskussionen: healthcare@farner.ch.

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