«Gefährden Fake News die Demokratie?» Unter diesem Titel hat Farner Ende April zur etablierten Veranstaltungsreihe «Grips & Chips» geladen. Im Mittelpunkt des Abends stand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Adrienne Fichter (Redaktorin «Republik»), Gerhard Pfister (Parteipräsident CVP), Balthasar Glättli (Nationalrat der Grünen) und Rainer Stadler (Redaktor «NZZ»).

Ursula Fraefel, Gerhard Pfister, Balthasar Glättli, Rainer Stadler und Adrienne Fichter (v.l.n.r.)

Warum aber genau hat eine Kommunikationsagentur wie Farner dieses Thema aufgenommen? Meinungsbildung ist wichtig, und dass gute Kampagnen einer gewissen Pointierung und Plakativität bedürfen, steht ausser Frage. Über Dossierung, Tonalität und Grenzen lässt sich diskutieren. Für uns trägt gute Kommunikation erheblich dazu bei, Vertrauen zu bilden und Beziehungen zu ermöglichen.

Das ist nur möglich, wenn wir uns im Meinungsprozess auf Fakten stützen. Ob wir nun über «Fake News», «Deep Fake», «Alternative Facts» oder über die «Post-Truth-Era» sprechen: Cases, die an diesem Fundament rütteln und dem Mediendiskurs schaden, gibt es zur Genüge. Wie unsere Politik-Vertreter die Beziehung von Fakten und Meinungsbildung sehen, beantworten sie hier gleich selbst.

Zurück zum Podium: Wie man es von Persönlichkeiten dieses Formates erwarten darf, haben die Expertinnen und Experten ihre Standpunkte dezidiert vertreten und kontrovers diskutiert. Ursula Fraefel, Senior Consultant bei Farner, hat mit ihrer kompetenten Moderation für die richtige Balance von Dynamik und Gesprächsstruktur gesorgt.

Das Podium fokussierte abgesehen von einigen unterhaltsamen Abschweifungen auf folgende Fragen:

  • Haben wir in der Schweiz ein Problem mit Fake News?
  • Wie Verhalten sich die Parteien im Spannungsfeld von «plakativer Zuspitzung» und faktengetreuer Kommunikation, wenn es darum geht, die Gunst der Wähler zu gewinnen?
  • Welche Rolle spielen die Medien und welches Korrektiv bilden sie?
  • Muss die Politik eingreifen, und etwas gegen Fake News tun?

Einig waren sich die Gäste nur in einer Frage: regulatorische Eingriffe zur Eindämmung von Fake News brauche es hierzulande nicht.

Wie genau es denn die Parteien im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen mit der Faktentreue nehmen, war eine Frage, die dem Publikum unter den Nägeln brannte. Sehen das ein Vertreter einer Mitte- und einer Polpartei gleich?

Wie die Rolle der Medien diskutiert und welche Grenzen regulatorischer Eingriffe erörtert wurden, nimmt Ursula Fraefel im nächsten Blogpost auf.