Der Farner Startup Desk war letzte Woche mit dabei, als das Swissloop-Team der ETH Zürich ihren neuesten Pod der Öffentlichkeit präsentierte. Bis zum Schluss war die Spannung hoch: Nach inspirierenden Referanten von Studierenden, Advisors und Claude Nicollier freute sich unser Startup Desk, das Farner Logo auch dieses Jahr wieder auf dem Pod zu finden.

Die Idee hinter dem Hyperloop Wettbewerb

Diesen Sommer findet zum vierten Mal der Hyperloop-Wettbewerb statt. Ins Leben gerufen hat diese Elon Musk, Gründer des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX. Das Konzept der Hyperloop besteht darin, den Hochgeschwindigkeits-Bodenverkehr zu ermöglichen, bei dem Passagiere und Güter mit Reisegeschwindigkeiten bis knapp oberhalb der Schallgeschwindigkeit befördert werden können, ohne dabei die Schallmauer durchstossen zu müssen. Dies entspricht einer Geschwindigkeit von 1200 km/h und ermöglicht eine Reise von Zürich nach Berlin in 40 Minuten.

Das Konzept soll somit das Bodenverkehrssystem revolutionieren und eine schnellere, energieeffizientere und umweltfreundlichere Lösung bieten. Um die Entwicklung einer funktionalen Lösung voranzutreiben, werden Studierende von Universitäten aus aller Welt ermutigt, Prototypen von Transportkapseln – sogenannte «Pods» – zu entwickeln und zu bauen.

Farner in LA mit dabei

24 Studierende haben ein gemeinsames Ziel: Den schnellsten Pod der Welt zu bauen und den Wettkampf zu gewinnen. Das im Jahr 2016 gegründete Studenten-Team der ETH Zürich trägt den Namen Swissloop und wurde auch in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge für den Wettbewerb in Kalifornien qualifiziert. Das Swissloop-Team tritt dieses Jahr gegen insgesamt 21 Teams aus aller Welt an.

Umso stolzer ist der Farner Startup Desk, Swissloop auch dieses Jahr wieder kommunikativ unterstützen zu dürfen. Das Farner-Logo ist zudem auch auf dem Pod verewigt und wird im Juli in Los Angeles mit schwindelerregender Geschwindigkeit durch den Hyperloop flitzen.

Reifen des letztjährigen Pods Mujinga: Stolz trägt Farner neue Trouvaille mit ins Büro, vlnr.: Daniel Kaufmann, Lead Engineer, und Roy Müller, Farner Startup Desk

Claude Nicollier – so heisst der neuste Pod von Swissloop

Wieder einmal ist es dem Studenten-Team gelungen, den Pod bis zur Enthüllung versteckt zu halten. Wie der diesjährige Pod aussieht, war für die Investoren, Sponsoren und Partner vor Ort eine grosse Überraschung.

An der feierlichen Enthüllung letzte Woche interessierte die Teilnehmenden vor allem zwei Dinge: Wie heisst der neue Pod und was kann er? Mit dem Auftritt des ersten und einzigen Astronauten der Schweiz, der den Weltraum besuchte, war das erste Geheimnis gelüftet: Auf Escher und Mujinga folgt Claude Nicollier. Mit einem Inputreferat über «High speed in thin air» fesselte Nicollier das Publikum bereits von Beginn an und sorgte für Spannungsaufabu. Nach zwei weiteren inspirierenden Keynotes von Prof. Dr. Lino Guzzella, ETH Zürich und Empa-Chef Gian-Luca Bona war es schliesslich soweit – die schwarze Decke über dem Pod wurde gelüftet.

Stolz präsentieren die Studierenden das Innenleben von «Claude Nicollier»

Claude Nicollier bezeichnet ihn als «Beast»

Auffallend war, dass der neuste Prototyp, der aus 1400 Einzelteilen besteht, schlanker aussah als der letztjährige, aber dennoch mehr Leistung zu bieten hatte. Das Herzstück des Prototyps ist der erstmals verbaute lineare Induktionsmotor, in den viel Hoffnung gesteckt wird. Mittels zwei Batterien, die insgesamt über 800 Volt Spannung und 600 Ampere erzeugen, wird das 220 Kilogramm schwere «Beast», wie es Nicollier nennt, ab dem 14. Juli 2019 durch den Hyperloop katapultiert.

Mit ihrem ersten Pod «Escher» erreichte Swissloop im Jahr 2017 den dritten Platz der Hyperloop Competition und feierte damit einen Riesenerfolg. Auch im Jahr 2018 konnte sich Swissloop für den Wettbewerb qualifizieren, dessen Ausgang leider etwas unglücklicher verlief, da während dem Rennen technische Probleme am Pod «Mujinga» auftraten.

Wir wünschen Swissloop für dieses Jahr viel Erfolg in der Qualifikationswoche in Los Angeles und hoffen auf einen Einzug ins Finale am 21. Juli 2019! Aber auch ohne Einzug sind wir jetzt schon begeistert von der Leistung des ganzen Teams.

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