In Zeiten von ausschweifenden Debatten über Fake-Followers eine durchaus berechtigte Frage. So wollen uns die Influencer dieser Welt längst nicht nur knallige Lippenstifte und trendige Sneakers schmackhaft machen.  Nein – Influencer Marketing ist längst in den unterschiedlichsten Branchen und Produktesparten angekommen. Von Waschmittel über Staubsauger hin zu Stabmixer – nichts scheint unmöglich. Doch hilft dies der Glaubwürdigkeit von Influencern?

Ja und Nein! Gewisse Influencer haben diese Tatsache auch genutzt, um sich noch gezielter auf einen Bereich zu spezialisieren. Genau dies hilft wiederum, glaubwürdig zu bleiben. Denn es schafft Authentizität, wenn die echte Leidenschaft aus den Posts und Beiträgen natürlich heraussticht.

Wenn die Beauty-Bloggerin von ihren eigenen Alltagshürden erzählt, wirkt sie authentisch.  Sobald so jemand versucht – nennen wir sie «Fremdgegenstände» – zu integrieren, ist es vorbei. Zum Beispiel wenn beispielsweise eine Food-Bloggerin auf einmal einen Schminkpinsel präsentiert.

Dann fragen Sie sich bestimmt auch, was soll das denn jetzt! So kann ein Sammelsurium an verschiedenen Marken und Produkten für die Authentizität und Glaubwürdigkeit eines Influencers ein echter Killer sein. Natürlich schaden genau solche Beispiele auch ein Stück weit der Reputation des Influencer Marketings.

Zu solchen Fails finden sich leider zahlreiche Beispiele. Insbesondere wenn die Situation und der Ort nicht mehr mit dem Produkt harmonieren, ist der Lacher schon fast vorprogrammiert.

Quelle: https://www.basicthinking.de/blog/2018/11/18/influencer-fails-instagram/
Quelle: https://www.basicthinking.de/blog/2018/11/18/influencer-fails-instagram/
Quelle: https://www.basicthinking.de/blog/2018/11/18/influencer-fails-instagram/

Fake-Follower trüben das Bild

Das gesamte Wirkungsfeld von Influencer Marketing hat sich ausgeweitet. Neben einigen äusserst professionellen Influencern tummeln sich mittlerweile auch ein paar schwarze Schafe. Die sich ihre Follower kaufen und darauf hoffen, es möge nicht auffallen. Obschon es genügend Indikatoren gibt, wie beispielsweise der schubartige Anstieg von Follower-Zahlen, an denen sich gekaufte Follower entlarven lassen.

Nichtsdestotrotz liegt die Verantwortung für glaubwürdige Inhalte auch bei den Marketing Managern. Ein wichtiger Grundsatz bleibt: Influencer sind keine Werbeflächen, sondern kreative Freelancer. Auch bezahlte Posts müssen sich natürlich in die Welt des Influencers einbetten lassen, ohne aufgesetzt zu wirken. Wenn dies nicht möglich ist, stellt sich die Frage: Passen Influencer und Brand überhaupt zusammen?

Das Schlüsselwort heisst «Transparenz»!

Die klare Signalisierung, dass es sich bei dem Post um eine Kooperation beziehungsweise eine «Ad» handelt, ist ein klares «Must». Transparenz stärkt die Glaubwürdigkeit, denn sie bedeutet auch eine Offenlegung, dass es nichts zu verstecken gibt. Wer seine Kooperationen transparent mache, wirkt gleichzeitig auch authentisch. Aber aufgepasst! Es muss immer im Mass sein. Zu viele Kooperationen ohne echte eigene Inhalte werden, egal ob transparent gemacht oder nicht, langfristig nicht funktionieren.

Im Endeffekt entscheidet das Zusammenspiel zwischen Marketing-Verantwortlichen und Influencers über die Glaubwürdigkeit von Influencer Marketing. Wenn die Arbeit mit Influencern wie eine Beziehung funktioniert – im Sinne eines Gebens und Nehmens –, mit einem Verständnis für die jungen Kreativen, die ihre Welt als Plattform zur Verfügung stellen, dann klappt’s auch mit der Glaubwürdigkeit für beide Seiten!

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