«Für eine spannende Startup-Geschichte braucht es zu Buche schlagende Erfolge, den nötigen Coolness-Faktor oder den eisernen Willen, die Welt zu verbessern», so brachte Stefan Kyora, Chefredaktor bei Startupticker.ch, am Startup-Event die Zutaten für eine gelungene Story auf den Punkt.

Am 19. Juni luden die Startup Desks von Farner und Kellerhals Carrard abermals zum Experten-Talk und gemütlichen Beisammensein. Neben praktischen Kommunikationstipps und einem hochkarätigen Diskussionspanel erwartete die rund 70 teilnehmenden Gründerinnen und Gründer ein sommerliches Grillfest auf der Dachterrasse des Startup Space in Schlieren.

Der gemeinsame Startup-Event von Farner und Kellerhals Carrard hat bereits Tradition: Letzte Woche luden beide Startup Desks zum Networking-Anlass «How to tell your story + Rooftop BBQ». Trotz des Badewetters war der Event sehr gut besucht: Das erstklassige Podium und das anschliessende Barbecue lockten zahlreiche Gründerinnen und Gründer sowie Kommunikations- und PR-Verantwortliche verschiedener Startups nach Schlieren. Im Fokus stand dabei das gemütliche Miteinander. Danielle von Rechenberg, Startup Consultant bei Farner, hat die Highlights des Anlasses zusammengefasst.

Das Einmaleins der Startup-Kommunikation

Die Farner-Kommunikationsprofis Christoph Emch (Head of Content Marketing & Storytelling), Barbara Hess (Public Affairs & PR Consultant) und Lara Zaugg (Influencer Marketing Spezialistin & Startup-Gründerin) lieferten wertvolle Expertentipps aus erster Hand.

Die drei Keynote-Speakers waren sich dabei einig: Daten liefern einen wertvollen Wissensfundus und erlauben es, gezielter und effizienter zu kommunizieren. Insbesondere für Startups, die oftmals über begrenzte Ressourcen verfügen, ist es daher sinnvoll, mit einer fundierten Analyse zu starten.

Laut Christoph Emch ist es unerlässlich, Inhalte zu testen, um die Bedürfnisse der Zielgruppen zu kennen und die Kommunikation entsprechend optimieren zu können. Soziale Netzwerke liefern dazu Antworten – man muss nur zuhören.

Barbara Hess präsentierte anschliessend die Grundlagen der Medienarbeit und zeigte den Startups, was es braucht, um Kernbotschaften zu formulieren, eine Medienmitteilung aufzubauen oder sich auf ein Interview vorzubereiten.

Anschliessend teilte Lara Zaugg – selbst Gründerin eines Startups – ihre Erfahrungen als Influencerin: Sie erklärte den Unterschied sowie die Vor- und Nachteile von «Earned-» und «Paid-»Kooperationen und erläuterte, wieso insbesondere die Zusammenarbeit mit lokalen Micro-Influencern für Startups erfolgsversprechend sein kann.

Wieso braucht es eine Story?

Im Anschluss an die Keynote-Referate diskutierten Gründer, Medienschaffende und Kommunikationsexperten verschiedene Praxisbeispiele und teilten ihre Erfahrungen auf dem Podium. Mit dabei waren Denis Weinberg (Co-Founder, UMAMI), David Dominguez (Head of International Growth, Viu), Stefan Mair (Ressortleiter Management, Handelszeitung), Stefan Kyora (Chefredaktor, startupticker.ch) sowie Roy Müller (Digital & Startup Consultant, Farner).

Raphael Dobmann, Startup Consultant bei Farner und Moderator des Anlasses, eröffnete die Diskussion mit der Grundsatzfrage: «Wieso braucht es überhaupt eine Story?» Gemäss Roy Müller reicht der Beschrieb eines neuen Geschäftsmodells nicht, um bei Investoren und Medien auf Gehör zu stossen: «Eine gute Geschichte ist ein wertvolles Differenzierungsmerkmal für Startups, braucht aber die nötige Würze.»

Das hochkarätige Panel v.l.n.r.: Denis Weinberg (Umami), David Dominguez (Viu), Roy Müller (Farner), Stefan Mair (Handelszeitung) und Stefan Kyora (startutpticker.ch) – moderiert durch Raphael Dobmann (Farner).

Sieben Take-Home Messages für eine erfolgreiche Startup-Kommunikation

Die Quintessenz aus den Keynote-Referaten und der Podiumsdiskussion lautet wie folgt:

  • Kenne deine Bestimmung: Was treibt dich an? Was ist der Mehrwert des angebotenen Produktes oder der Dienstleitung? Sei dir darüber im Klaren, bevor du an der eigenen Story feilst. Dieser Prozess braucht Zeit, ist schlussendlich aber ausschlaggebend.
  • Wähle den richtigen Zeitpunkt: Eine grosse Herausforderung besteht darin, den richtigen Zeitpunkt für die Kommunikation zu treffen. Eine Story muss reifen, gleichzeitig ist Aktualität ein wichtiges Erfolgskriterium.
  • Kenne deine Zielgruppen und suche den direkten Kontakt: Es ist wichtig, dass die Geschichte auf das Publikum zugeschnitten ist. Daher musst du zuerst deine Zielgruppen kennen. Trotz neuen Medien geschieht das vor allem auch über den direkten Kontakt. Das heisst, ruhig auch einmal offline aktiv werden: Kundenevents und POS-Aktionen liefern dazu vielfältige Möglichkeiten.
  • Teste deine Botschaften: Aktualität ist wichtig, trotzdem macht es Sinn, sich genügend Zeit zu nehmen, um die eigenen Botschaften vor einem externen Publikum zu testen. Freunde, Familienangehörige oder auch externe Kommunikationsspezialisten können helfen, den Tunnelblick zu öffnen und Botschaften zu entwickeln, die bei den Zielgruppen ankommen.
  • Sei erreichbar und stehe für Auskünfte zur Verfügung: Zeit ist im Alltag eines Startups ein knappes Gut. Dennoch ist es wichtig, für Fragen und Interviews zeitnah zur Verfügung zu stehen. Medienschaffende haben klare Deadlines, die es zu respektieren gilt.
  • Sei authentisch: Eine professionelle Kommunikation ist wichtig, dennoch sollte dabei aber die Authentizität nicht verloren gehen. Erzähle deine individuelle Story und nicht diejenige eines anderen.
  • Einfachheit als Schlüssel zum Erfolg: Denk daran, Investoren haben meist knappe zeitliche Ressourcen und mögen daher kurze, knackige Informationen. Auch hier gilt das Motto: «Keep it simple and short.»
Kommunikationsprofis im Gespräch: v.l.n.r. Max Grimm (KSB Health Innovation Hub) Roy Müller (Farner) und Sam Bain (UMAMI).

Food for thought – und den Magen

Nach dieser geballten Ladung «Brainfood» gab es anschliessend verschiedene Grillspezialitäten auf der Dachterrasse des Startup Space. Das ETH-Startup Planted begeistere mit seinen «Banh Mi»-Sandwiches sowohl Vegetarier als auch Fleischliebhaber. Das Startup verwendet dazu einen pflanzenbasierten Fleischersatz, der sich hinsichtlich des Geschmacks und der Konsistenz kaum von Poulet unterscheidet.

Chips dürfen an einem Grillfest natürlich auch nicht fehlen: Zürich Chips sorgte für ein weiteres Verkostungserlebnis. Das Startup verwertet Brot von Zürcher Bäckereien und produziert daraus knusprige Chips, die ein Statement gegen Foodwaste setzen.

Das Team des ETH-Startups Planted verwöhnte die Gäste mit «Banh Mi»-Sandwiches

Sowohl inhaltlich als auch kulinarisch bot der Anlass einen gelungenen Mix und inspirierte die Gäste dazu, Neues zu testen – in der Gastronomie sowie in der Kommunikation. Das macht Hunger nach mehr! Wir freuen uns bereits auf den nächsten gemeinsamen Anlass mit Kellerhals Carrard!

Über die Startup-Beratung von Farner und Kellerhals Carrard:

Der Farner Startup Desk berät Gründerinnen und Gründer in der Kommunikation. Dabei bietet Farner alles aus einer Hand: Von der textlichen und gestalterischen Aufbereitung von Pitch Decks über die Konzeption und Umsetzung von Websites bis hin zur Medienarbeit oder Public-Affairs-Unterstützung.

Der Startup Desk von Kellerhals Carrard bietet professionelle, pragmatische und zuverlässige Rechtsdienstleistungen in sämtlichen Bereichen und Lebensphasen eines Startups an.

Weitere Informationen zu den Services der beiden Startup Desks finden sich auf:

Farner Startup Desk

Kellerhals Carrard Startup Desk