Hätte uns vor einem Jahr jemand prophezeit, dass 2020 eine noch nie dagewesene Pandemie die Wirtschaft und uns alle durchschüttelt, hätte man ihn oder sie für verrückt erklärt. Und trotzdem – die letzten Monate haben uns radikal aufgezeigt, dass von heute auf morgen alles anders sein kann. Nicht nur privat, sondern auch geschäftlich. Wer konnte, hat sich und sein Business-Modell kurzfristig angepasst, um auch weiterhin zu bestehen.

Jetzt, nach der ersten (und hoffentlich letzten), akuten Phase, lohnt es sich, die Entwicklungen und Herausforderungen im Geschäft mit etwas Distanz zu reflektieren. Denn nicht alles war per se schlecht! Es lohnt sich durchaus, gewisse Veränderungen auch längerfristig zu etablieren.

Mit unseren «Corona-Workshops» helfen wir Organisationen und einzelnen Abteilungen, wichtige Handlungsfelder zu erkennen und sinnvolle Veränderungen einzuleiten. Ganz direkt:

  • Welche Lehren können wir ziehen?
  • Woran müssen wir arbeiten?
  • Was hat sich bewährt und hat Potenzial über die Krise hinaus?

Einen solchen Workshop haben wir mit dem Kommunikationsteam von Allianz Suisse durchgeführt:

Ausgangslage: Die Krise als Zeit des Ausprobierens

Während der Krise war das Kommunikationsteam von Allianz Suisse mit rasantem Tempo unterwegs. Es hat viel ausprobiert und Enormes geleistet. Vor allem die interne Kommunikation wurde neu gedacht: so wurde bspw. das «Radio Allianz» ins Leben gerufen – ein vorerst täglicher Podcast, indem die gängige CEO-Kommunikation genauso mitgedacht wird, wie das Mitarbeiterengagement.

Viel Zeit zum Nachdenken gab es nicht. Im «Performer-Modus» ging es vor allem darum, die Mitarbeitenden so gut wie möglich mit den wichtigen Informationen zu versorgen, Halt in der Krise zu geben und das «Wir-Gefühl» auch in Zeiten von Social Distancing zu stützen.

Vorgehen: In einem «Corona-Workshop» die Krise reflektieren

Dass dies nicht immer so weiter gehen kann war klar – gerade auch im Wissen, dass die Corona-Krise wohl andauert und die Puste irgendwann ausgeht. Obwohl sich vieles, was angegangen wurde, bewährt zu haben scheint, waren einige Ideen erfolgreicher als andere.

Nach dem ersten Höhepunkt stellte sich das Bedürfnis ein, die Zeit strukturiert zu reflektieren und zu evaluieren,

  • wo es sich lohnt, das kurzfristig Entwickelte zu etablieren,
  • wo Corona Schwächen aufgedeckt hat und es sich lohnt, Zeit und Mühe zu investieren, um diese anzupacken.

«Wir haben es geschafft, unsere Expertenrolle nochmals zu stärken – dieses Momentum müssen wir nutzen», so Hans-Peter Nehmer, Leiter Unternehmenskommunikation.

Gemeinsam mit Farner wurden drei Ziele für einen Workshop definiert:

  • auf die interne Kommunikation während der Corona-Zeit, aber auch davor, zurückblicken
  • gemeinsam Chancen und Herausforderungen erkennen und dazu mögliche Vorgehensansätze entwickeln
  • Inhalte für ein Grundlagenpapier festhalten

In sechs intensiven Stunden wurde im Plenum und in Kleingruppen reflektiert, gearbeitet und konkrete Ideen weiterentwickelt.

Resultat: Mit viel Energie und Motivation in die nächste Phase

Die Begeisterung über den gemeinsamen Reflexionshalt war am Ende des Tages sichtlich spürbar. Auf die Frage «Was nehme ich aus dem Workshop mit?» folgten Aussagen wie:

  • Es motiviert, dass wir in die Richtung konkreter Massnahmen gekommen sind.
  • Wir nehmen uns sonst zu wenig Zeit zum reflektieren.
  • Es ist toll, physisch etwas miteinander zu erarbeiten.
  • Wir müssen am Momentum festhalten.

Hans-Peter Nehmer schätzt vor allem die externe Moderation: «Ein solcher Reflexionshalt entfaltet die volle Wirkung nur, wenn die Fragen und Denkanstösse von jemandem kommen, der nicht im Tagesgeschäft involviert ist. Unvoreingenommen und ohne Hintergedanken werden Aspekte angesprochen und hinterfragt, die man sich sonst gar nicht trauen würde. Manchmal tut das weh – ist aber nötig, um weiterzukommen.» Er ist sich aber auch bewusst: «Es wäre utopisch zu glauben, dass es mit diesem Workshop allein getan ist – die Richtung ist klar, den Weg dahin müssen wir jetzt Stück für Stück gehen.»

Möchten auch Sie mit Ihrem Team/Ihrer Organisation Lehren aus der Corona-Krise ziehen und erkennen, woran Sie arbeiten müssen, respektive was sich zu etablieren lohnt? Kontaktieren Sie uns unverbindlich: change@farner.ch