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Extreme JUSO-Initiative abgeschmettert Erfolgreiche Kampagne dank frühzeitigem Themensetting

Ausgangslage

Die von der JUSO konzipierte und 2024 eingereichte Volksinitiative «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert» verlangte die Einführung einer Erbschaftssteuer von 50% auf Erbschaften ab 50 Mio. Franken. Die Initiative war für wohlhabende Personen derart einschneidend, dass sich viele von ihnen überlegten die Schweiz noch vor der Abstimmung zu verlassen.

Das hätte zu hohen Steuerausfällen bei Bund, Kantonen und Gemeinden geführt. Zudem bedrohte die Initiative mittlere und grössere Familienunternehmen: Über Generationen aufgebaute Unternehmen drohte im Falle einer Annahme im Rahmen des Nachfolgeprozesses die Zerschlagung oder der Verkauf.

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Lösung

Für Swiss Family Business, die Plattform von Schweizer Familienunternehmen, entwickelte und setzte Farner eine politische Gesamtkampagne um, mit der die Position und die Argumente der Familienunternehmen gegen die JUSO-Initiative frühzeitig in Politik, Medien und Öffentlichkeit verankert werden konnte. 

Damit wurde nicht nur die Basis für eine erfolgreiche Abstimmungskampagne gelegt, sondern auch der wachsenden Unsicherheit der Direktbetroffenen entgegengewirkt und eine breitere Abwanderung dieser Steuerzahlenden verhindert.

Die Gesamtkampagne basierte auf den folgenden Hauptelementen

1. Das eigene Netzwerk mobilisieren und befähigen

Die Mitgliederbasis von SFB wurde befähigt das eigene Netzwerke – insbesondere auch politische Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern – zu sensibilisieren und gegen die Initiative zu mobilisieren. Im Vordergrund standen dabei die negativen Auswirkungen der Initiative auf das eigene Unternehmen und dessen Mitarbeitenden. Hier konnten die Unternehmerinnen und Unternehmer als besonders glaubwürdige Absender wirken.

2. Das Thema medial frühzeitig lancieren

Die Thematik der direktbetroffenen Familienunternehmen wurde medial frühzeitig lanciert, um die mediale und öffentliche Debatte nicht allein den Initiantinnen und Initianten zu überlassen, sondern noch vor dem Vorliegen der Botschaft des Bundesrates zu prägen.

3. Politisch breit abgestützte Allianzen schmieden

Noch vor dem Abschluss der parlamentarischen Beratungen zur JUSO-Initiative lancierte SFB ein politisch breit abgestütztes Überparteiliches Komitee gegen die JUSO-Initiative mit Vertretenden von SVP, FDP, die Mitte, GLP und SP. Im Rahmen der Medienkonferenz wurden die Resultate einer durch die Universität St. Gallen erarbeiteten Studie zu den Auswirkungen der JUSO-Initiative auf die Steuereinnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden präsentiert. Die Studie zeigte auf, dass die von der JUSO geforderte Erbschaftssteuer zu jährlichen Steuerausfällen von über 2 Mia. Franken, zum Niedergang von Familienunternehmen und schliesslich zum Verlust von Innovation und Arbeitsplätzen führen – und damit im Endeffekt alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landes schwer treffen würde.

4. Begleitkampagne auf Hauptkampagne abstimmen

In der Hauptphase setzte Farner eine auf die Hauptkampagne abgestimmte Begleitkampagne um. Die Umsetzung erfolgte primär über Social Media und Medien. Den SFB-Mitgliedern wurde für diese Phase ein Unternehmer-Kit mit verschiedenen digitalen Vorlagen (Social Media, Plakat, Flyer, Kurzargumentarium, Schreiben an die Mitarbeitenden, etc.) zur Verfügung gestellt, um in ihren Netzwerken gezielt für ein Nein zu mobilisieren.

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Resultat

Am 30. November 2025 wurde die JUSO-Initiative mit 78,28 Prozent Nein-Stimmen und in allen Kantonen klar abgelehnt. 

 

Zentrale Erfolgsfaktoren waren die frühzeitige Sensibilisierung der Zielgruppen, der konsequente und fokussierte Einsatz des entwickelten Narrativs zu den negativen Folgen der Initiative sowie die breite, über Parteien und Verbände hinweg koordinierte Mobilisierung, welche die Argumente des Nein-Lagers in der gesamten Bevölkerung verankerte.

srf-Juso Initiative