Die Corona-Krise trifft die Schweizer Wirtschaft hart. Der vom Bundesrat angeordnete Teil-Lockdown ist für viele KMU ein Schlag ins Gesicht. Von einem Tag auf den anderen werden Filialen geschlossen, die Einnahmen brechen komplett weg. Je länger es dauert, umso schwieriger wird es für den gesamten stationären Handel.

Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen auch online anbieten, sind spätestens jetzt klar im Vorteil. Während die umsatzstärksten Onlineshops aber mit Bestellungen überflutet werden, so gibt es bei weniger etablierten Shops viel Luft nach oben.

Wie können diese auch vom E-Commerce-Boom profitieren? Welche inhaltlichen Hebel können als USP genutzt werden? Und wie genau gelangt man zu mehr Sichtbarkeit? Eine Hilfestellung.

Die Welt der Onlinehändler steht Kopf. Die einen ertrinken in Bestellungen, andere wiederum kämpfen ums Überleben, da sie zu wenig sichtbar sind. Natürlich spielt auch die Produktkategorie eine Rolle. Besonders nachgefragt sind Artikel aus jenen Bereichen, die gut zum “Stay-at-home”-Alltag passen: Food, Consumer Electronics und Fitnessartikel.

Aber auch Verkäufer von Haus- und Gartenartikeln, Spielzeug und Bücher machen gute Geschäfte. Kein Wunder also, kommen viele Schweizer Onlinehändler an ihre Grenzen: Brack ruft Konsumenten zur Mässigung auf, Digitec-Galaxus ist gezwungen, rasch eine grosse Zahl Mitarbeitender zu rekrutieren, und bei den Onlineshops LeShop und Coop@Home der Detailhandelsgiganten steht man in digitalen Warteschlangen. Für viele kleinere Shops ist das Wunschdenken.

Besonders hart trifft es Unternehmen mit geschlossenen Filialen, die keinen weiteren Absatzkanal besitzen. Problematisch ist hierbei aber nicht die eigentliche technische Verlagerung ins Onlinegeschäft. Für diesen Schritt gibt es pfannenfertige Online-Shop-Lösungen.

Die Herausforderung besteht darin – und das gilt für die meisten Onlinegeschäfte – überhaupt erst sichtbar zu werden. Und das in einem Umfeld, in dem «die Grossen» alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und wer nebst fehlender Awareness kein starkes Alleinstellungsmerkmal, kurz USP, hat, der spürt jetzt mehr als je zuvor, dass sein Business vielleicht eine Spur zu wenig nachhaltig ist.

Neue USPs in Zeiten von Corona

Wer liefern kann, ist schon im Vorteil. Da einige der grossen Onlinehändler in der Schweiz mit den Bestellungen nicht mehr nachkommen, können andere Shops ohne Lieferverzögerungen punkten. Schlaue Ads konzentrieren sich also beispielsweise auf die Botschaft «schnelle Lieferung trotz Corona», zeigen damit Nähe zu den aktuellen Bedürnissen und nehmen allfälligen Bedenken der Konsumenten gleich die Luft. Starke USPs sind unmittelbar auf konkrete Bedürfnisse der Konsumenten ausgelegt, konkret formuliert und wenn immer möglich auch etwas kreativ.

  • Wie reagieren Sie auf die konkreten aktuellen Bedürfnisse der Kunden? Ist die Reaktion auch sichtbar?
  • Welche Antworten auf die drängenden Fragen Ihrer Kunden haben Sie auf Lager?
  • Was macht das eigene Geschäft während der Corona-Krise so besonders?
  • Sind bei Ihnen Produkte erhältlich, die die Konkurrenz aktuell nicht hat?
  • Welche Vorteile geniessen Kunden in dieser schwierigen Zeit bei Ihnen?

Das Ladenlokal ist geschlossen, aber Sie bieten innovative Alternativen? Sie können liefern, wenn andere Verzögerungen haben? Sie können rasch einen ausgewogenen Warenkorb mit lange haltbaren Lebensmitteln zusammenstellen? Sie bieten neu die Option, die bestellten Waren auch ohne Unterschrift oder unmittelbare Bezahlung vor die Haustür zu stellen? Sie können schnell auf Rückerstattungen reagieren?

Streichen Sie die Dinge, die Sie für Ihre Kunden speziell machen, deutlich heraus. Kommunizieren Sie proaktiv und transparent, wie Sie auf die aktuelle, spezielle Situation reagieren. Und welche Vorteile diese Reaktion für Ihre Kunden mit sich bringt. Kurz gesagt: Zeigen Sie Nähe. Mit diesem Mindset punkten Sie auch nach Corona.

Dank günstiger Onlinewerbung jetzt zu mehr Sichtbarkeit

Auch das beste Alleinstellungsmerkmal nützt relativ wenig, wenn man Ihr Geschäft online schlicht nicht findet. Aufgrund latenter Unsicherheit stoppen viele Unternehmen während der Corona-Krise ihre Kampagnen. Dies, obschon es viele Untersuchungen gibt, die deutlich zeigen: Wer in der Rezession in Kommunikation investiert, gewinnt langfristig Vorteile.

Ganz besonders gilt dies für Onlinewerbung. Eine Entwicklung, die sich Unternehmen jetzt zu Nutze machen sollten. Die Chance, durch Onlinewerbung zu mehr Sichtbarkeit zu gelangen, war noch nie so hoch – und selten so günstig. Wer jetzt schlau in sein Geschäft investiert, hat auf lange Sicht die besseren Karten.

Momentan bewegen sich die Preise für Onlinewerbung aufgrund der steigenden Nachfrage nach Produkten nach unten. Gleichzeitig suchen die Konsumenten viel aktiver und häufiger nach bestimmten Produkten. Weniger Konkurrenz bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit, wahrgenommen zu werden. Mit Suchmaschinenwerbung (SEA), wozu auch Google Shopping gehört, können Suchanfragen zu beliebten Produktkategorien direkt abgefangen werden.

Doch mehr Sichtbarkeit geht auch ohne bezahlte Werbung. Die Nutzung der digitalen Medien nimmt während des Lockdowns allgemein stark zu. Das heisst: Unternehmen müssen virtuelle Erlebnisse schaffen. Webinar-Workshops oder Veranstaltungen via Live-Streaming erzeugen Awareness und wirken sich positiv auf die Kundenbindung aus.

Mit gutem Beispiel voran geht hier unser Kunde zubischuhe.ch. Mit Zubi Live haben sie ein Gefäss geschaffen, das ihnen trotz Schliessung der Filialen erlaubt, Kunden an das Geschäft zu binden. Zwar virtuell, aber dafür mit umso mehr Spass. Von Bastelstunden mit Kindern über Fitnessstunden bieten sie diverse thematische Livestreams an und kreieren so ein unvergessliches virtuelles Erlebnis.

Haben Sie Ihren stärksten USP identifiziert? Ist Ihr Onlinegeschäft genug sichtbar? Let’s talk. Wir unterstützen Sie in dieser schwierigen Zeit sehr gerne und freuen uns über Ihre Anfrage via Mail: sandro.aeschlimann@farner.ch